Presseartikel  
7. März 2005 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 55/2005

Suche nach Geld läuft 
Mehr Werbung für St.-Ulricus-Sanierung in Düsseldorf


Börninghausen (WB). Vertreter des kirchlichen Bauamtes in Bielefeld besuchten jetzt die St.-Ulricus-Kirche in Börninghausen. Sie zeigten sich besorgt darüber, dass die Finanzierung der dringenden Sanierungsarbeiten an der Eggetaler Wehrkirche so ungewiss ist.

Nur zu ahnen ist derzeit, dass sich hinter Brettern, Balken und Stahlrohren die Gewölbe der St. Ulricus-Kirche verbergen, Wann hier wieder Gottesdienst gefeiert werden kann ist noch völlig offen. Dipl.-Ing. Reinhard Miermeister, Leiter des Landeskirchlichen Baureferates sowie Dr. Ulrich Althöfer informierten sich über die laufenden Sicherungsarbeiten sowie die noch anstehenden Sanierungen in und an dem Gotteshaus. Im Gespräch mit Gemeindepfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann vertraten sie weiterhin die Auffassung, dass eine kleine Landgemeinde wie Börninghausen vollkommen überfordert sei, wenn sie die Kosten mit einem Gesamtvolumen von mindestens 550 000 Euro für dieses Projekt aufbringen müsste.

Da die Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises Lübbecke kein Geld mehr bereitstelle und der Haushalt der Landeskirche keinen Euro für die Denkmalpflege und Unterhaltung historischer Kirchen vorsehe, müssten unverzüglich andere Finanzierungsmöglichkeiten gefunden werden. Offen wurde von »gravierenden Versäumnissen der Vereinbarungen zwischen Kirche und Staat« gesprochen.

Miermeister wird in dieser Woche in die Landeshauptstadt Düsseldorf fahren und im zuständigen Städtebauministerium von Dr. Michael Vesper über das Thema »Kirchensanierung in Börninghausen« sprechen. Darüber hinaus ist er Gast beim nächsten parlamentarischen Abend des Landtages in Düsseldorf. In diesem Rahmen wird auch der erst vor einer Woche gegründete Kirchbauverein vorgestellt. Miermeister wird gleichzeitig den »Fall Börninghausen« vortragen. Er kündigte an, sich um weitere Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen zu bemühen, die allerdings nur Teilfinanzierungen sein könnten. Der Einsatz der Kirchengemeinde sowie die Arbeit des Kirchbauvereins seien dringend notwendig, denn es müsse noch viel Geld über Spenden aufgebracht werden.