Presseartikel  
27. November 2007 - Neue Westfälische, Lokalausgabe Lübbecke, Nr. 275/2007

Theologe aus Gronau ist das 500. Mitglied
Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann überreicht Markus Büning eine Gedenkkerze

Börninghausen (nw). Der „Verein zur Erhaltung der St.- Ulricus-Kirche Börninghausen“, der im Frühjahr 2005 gegründet wurde, hat mit Dr. Markus Büning in diesen Tagen sein 500. Mitglied bekommen. Dabei stammt der Theologe Büning nicht aus der Gegend, sondern kommt aus dem Münsterland.

Er studierte zunächst in Münster und München katholische Theologie und schloss mit dem Diplom ab. Danach begann er ein Studium der Rechtswissenschaften in Münster und Konstanz und promovierte schließlich in evangelischem Kirchenrecht. Nach einer juristischen Tätigkeit bei der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig in Wolfenbüttel wurde er in das Amt des Ersten Beigeordneten der Stadt Gronau gewählt. Seit vier Jahren ist er dort, im Westmünsterland nahe der holländischen Grenze, tätig.

Durch einen Hinweis in der ökumenischen Tagungs- und Bildungsstätte Kloster Frenswegen wurde er auf Börninghausen und die historische St.- Ulricus-Kirche aufmerksam. „An einem Sonntag im Oktober habe ich mich früh morgens aufgemacht und bin nach Börninghausen zum Gottesdienst gefahren. Die dort gefeierte lutherische Liturgie erinnerte mich sofort an meine Braunschweiger Zeit und ließ mich Heimat empfinden in dem Gottesdienst. Als Pfarrer Beckmann anschließend für Interessierte die in Renovierung befindliche Kirche öffnete, stand für mich spontan fest: Dieses Kleinod von Kirche möchte ich unterstützen. Deshalb bin ich dem Kirchbauverein beigetreten“, sagt Büning.

„Wenn Pfarrer Beckmann und seine ökumenischen Bemühungen um die Einheit der Christen nicht bis zum Kloster Frenswegen gedrungen wären, wäre ich wohl nie in diesen lieblichen Ort im Wiehengebirge gekommen.“

Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann und der Kirchbauverein freuten sich sehr über das 500. Mitglied. Sie gratulierten Büning und überreichten ihm zum Dank eine besondere Gedenkkerze.

Nach Ansicht von Pfarrer Beckmann spricht die große Beteiligung von Auswärtigen am Erhalt der altehrwürdigen Wehrkirche – etwa 160 der 500 Mitglieder kommen von außerhalb – für deren überregionale Bedeutung. Das Gotteshaus im Eggetal sei besonders für die Akzentsetzung auf Liturgie und Ökumene bekannt.

In Börninghausen wird nach Angaben Beckmanns jeden Sonn- und Feiertag ein vollständiger Gottesdienst mit Predigt und Altarsakrament gefeiert, wie es der biblischen Grundlage und dem urchristlichem Brauch entspricht. Die feierliche Wiedereröffnung der St.- Ulricus-Kirche ist am Sonntag, 27. April 2008, um 15.00 Uhr.