Presseartikel  
08. Februar 2008 - Neue Westfälische, Lokalausgabe Lübbecke, Nr. 33/2008

Briefe an die Lokalredaktion
„Hier hat Zank nichts zu suchen“

Pr. Oldendorf. Zur vieldiskutierten Frage um den Wiedereinbau der Emporen in der St. Ulricus-Kirche Börninghausen erreichte die Redaktion folgende Meinung von Sigrid Dittmann.

Seit einiger Zeit verfolge ich die Zweistimmigkeit der Bürger im Eggetal um die Renovierung unserer Kirche in Börninghausen. Ich bin selbst Mitglied der Kirchengemeinde Börninghausen und kirchenfreundliches Gemeindemitglied.

Zuerst wunderte ich mich immer mehr, wie viele Menschen aus unserem schönen Tal so interessiert an der Kirche sind. Wenn man bedenkt, wie groß die Zahl der Gottesdienstbesucher ist, finde ich es sehr fragwürdig, ob es hier um die wahre Sorge der Kirchenrenovierung geht oder ob es lediglich Machtgehabe ist, das die Menschen antreibt.

Wie auch immer unsere schöne Kirche letztlich aussieht, ist der wahre Sinn hier wohl verloren gegangen? Ist unser Christentum hier nicht einfach auf der Strecke geblieben? Denkt darüber nach, wie Christus die Händler aus dem Tempel vertreibt. Die Kirche ist kein religiöser Marktplatz. Sie ist ein Ort des Gebetes, der Begegnung mit Gott. Habt Ihr das vergessen? Steht hier Machtstreit im Vordergrund, denkt Ihr nicht mehr daran, dass die Kirche ein Ort tiefer Gemeinschaft mit Gott ist, ein Ort, an dem Gott zu uns spricht. Was wird er wohl zu Euch ,Streithähnen’ sagen. Die Kirche ist ein Ort, an dem Gottes Wort in Wahrheit und Autorität verkündigt wird. Hier hat kein Streit und Zank etwas zu suchen.

Wendet Euch glaubensvoll an Gott, ersucht Vergebung, vergesst Euren Streit und geht aufeinander zu. Nur so werdet Ihr die Börninghauser Kirche (ganz gleich mit welcher Empore) als ein wahrhaftiges Gotteshaus behalten können.

Sigrid Dittmann
32361 Pr. Oldendorf

Hinweis: Leserbriefe geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wieder.