Presseartikel  
14. Februar 2008 - Neue Westfälische, Lokalausgabe Lübbecke, Nr. 38/2008

Gotteshaus von besonderer Güte
Hauptausschuss einig: St. Ulricus auch Bodendenkmal / Platz wird gestaltet
VON JOERN SPREEN-LEDEBUR

Pr. Oldendorf - Börninghausen. Noch wird gebaut. Es wird auch ein bisschen gestritten. Aber ein wichtiger Tag für die Kirchengemeinde Börninghausen rückt immer näher. Und bis dahin ist noch allerhand zu schaffen.

Architektonisches Kleinod: Das Innere von St. Ulricus birgt unter anderem mittelalterliche Fresken, die Pfarrer Friedrich-Wilhelm Beckmann (r.) Besuchern erläutert. Da im Untergrund von Gotteshaus und Kirchhof auch archäologisch wertvolle Gräber nicht ausgeschlossen sind, wurde das Gebiet unter Schutz gestellt. FOTO: ARCHIV JOERN SPREEN-LEDEBUR

Ortspfarrer Friedrich-Wilhelm Beckmann und die Gläubigen im Eggetal werden sich den 27. April im Kalender angestrichen haben. An jenem Tag soll die Börninghauser St.-Ulricus-Kirche wieder eröffnet werden. Neben den Arbeiten im Gotteshaus und dem nicht ganz unumstrittenen Einbau der Empore gehören auch die Arbeiten an den Außenanlagen dazu. Für deren Herrichtung haben die Mitglieder des Pr. Oldendorfer Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend die denkmalrechtliche Erlaubnis geplant. Gleichzeitig votierten die Politiker einmütig für den den Eintrag von Kirche und Kirchhof als Bodendenkmal. Diesen Eintrag hatte auch das Westfälische Amt für Denkmalpflege empfohlen und darauf verwiesen, dass im Inneren des Gotteshauses und auf dem Kirchhof Gräber verborgen sein könnten, die von großer archäologischer Bedeutung seien.

An den Zugängen zum Kirchhof sollen nach Angaben der Kirchengemeinde wieder Linden gepflanzt werden, die in jedem Jahr ordnungsgemäß beschnitten werden. Im Südwesten des Platzes soll auf einer Steinsäule eine Bronzefigur des Kirchenpatrons St. Ulricus aufgestellt werden. Die Figur wolle ein Spender stiften, der um Anonymität gebeten habe, teilte Beckmann in einem Schreiben an die Stadt mit. Einen neuen Platz sollen auch die ausgedienten, aus dem Jahr 1927 stammenden Kirchenglocken bekommen. Die standen bislang auf der Nordseite des Kirchturms, haben laut Beckmann aber unter der Witterung gelitten. Daher sollen beide Glocken in einer Art „Glockenstuhl“ aufgehängt werden. Ein Standort solle gemeinsam mit Heimat- und Verkehrsverein abgestimmt werden.

Am Rande der Beratungen erinnerte Uwe Ramsberg (SPD) die Mitglieder des Hauptausschusses daran, dass es Nachholbedarf gebe hinsichtlich des Limbergs. St. Ulricus sei schnell unter Schutz gestellt worden, der Limberg immer noch nicht.