Presseartikel  
13. März 2008 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 62/2008



Es geht voran an und in der St. Ulricus Kirche
Ehrenamtliche Helfer arbeiten nach genauer Vorgabe
Von Cornelia Müller

Börninghausen (WB). Endspurt bei den Renovierungsarbeiten an der Börninghauser St. Ulricus-Kirche: Am Dienstag haben nun auch die Vorbereitungen für die Drainage und die Bodenabsenkung im Eingangsbereich begonnen.


Restaurateurin Silke Schomacher arbeitet mit großer Sorgfalt und frischen Farben derzeit die Kanzel in St. Ulricus auf. Foto: Wilfried Mattner »Wie alle Arbeiten am Außengelände in Eigenleistung, dank der Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter«, wie Beckmann nicht müde wird zu betonen. Dieses Mal machten sich Ralf Lohrie, Wilhelm Meier und Posaunenchorleiter Henrik Menzel mit Bagger und Schaufel ans Ausschachten. Immer wieder wurde mit Zollstock und Nivelliergerät geprüft, ob die vorgegebene Tiefe erreicht war. »Der Kirchplatz wird begradigt, und der Boden soll so weit abgesenkt werden, dass der Eingang zur Kirche wieder ebenerdig liegt«, erklärte Henrik Menzel. »Dann wird auch wieder mehr von der alten Mauer um den Kirchplatz zu sehen sein.« Die Genehmigung zur Neugestaltung der Außenanlagen hatte die Stadt Pr. Oldendorf als untere Denkmalbehörde bereits Anfang des Jahres erteilt. Da der gesamte Kirchplatz als Bodendenkmal gilt, hat sich auch das Landesamt für Archäologie in Münster am Montag noch einmal vor Ort mit den Plänen der Kirchengemeinde befasst und Richtlinien für die Durchführung der anstehenden Arbeiten festgelegt.

Dass die Börninghauser Kirche durch die Neugestaltung der Außenanlagen nur gewinnen kann, davon ist Pastor Beckmann überzeugt: »Das alte Kirchengebäude spricht für sich, deshalb soll man es auch sehen können. Aber an den drei Zugängen zum Kirchplatz sollen wieder jeweils zwei Linden angepflanzt werden. Auf keinen Fall dürfen die Bäume jedoch in unmittelbarer Gebäudenähe stehen, und der Kreis Minden-Lübbecke hat uns zur Auflage gemacht, dass die Linden jedes Jahr ordnungsgemäß beschnitten werden müssen.«

Bei den Ausschachtungen für die neue Drainage sind Handarbeit und Maschinenhilfe gleichermaßen wichtig. Wilhelm Meier (links) und Ralf Lohrie arbeiten im Bereich der Kirchenmauer. Foto: Cornelia Müller Die diesjährige Konfirmandengruppe hat bereits zugesagt, eine der sechs Linden zu spenden, und der Albert-Schweitzer-Kreis wird die Kosten für eine der neuen Außenleuchten übernehmen. Zu Ehren der Spender will die Kirchengemeinde Messingtafeln an den Bäumen und Lampen anbringen. Pastor Beckmann wirbt um weitere Unterstützung: »Wir suchen noch mehr Spender und hoffen, dass sich weitere Gruppen in der Gemeinde bereit finden zu helfen. Und wir brauchen auch noch viel mehr Mitglieder im Kirchbauverein.«

Im Innern wird noch mit viel Liebe zum Detail die Kanzel aufgearbeitet, und die Verlegung des neuen Sandsteinfußbodens schreitet unaufhaltsam voran. Auch die Restaurierung der Orgel ist inzwischen in die Wege geleitet, und Pastor Friedrich Wilhelm Beckmann ist zuversichtlich: »Der Termin zur feierlichen Wiedereröffnung der Kirche am 27. April wird hundertprozentig eingehalten - auch die Empore wird dann eingebaut sein.« Diesen Optimismus mag vielleicht nicht jeder teilen, zumal die Aufträge für den Einbau der Westempore erst noch vergeben werden müssen. Aber fest steht: Es geht voran.

Arbeitseinsätze

Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann rechnet fest damit, dass in zehn bis 14 Tagen mit dem Aufbau der neuen - und größeren - Westempore - begonnen werden kann. Und er geht davon aus, dass dies mit heimischen Fachkräften erledigt wird. Viele Gemeindeglieder haben sich bereit erklärt, nach Abschluss der Arbeiten die Kirche zu reinigen. Transport und Aufstellen der Bänke übernimmt die Trägergemeinschaft des Friedhofes, die sie auch abgebaut hatte.