Presseartikel  
29. April 2008 - Neue Westfälische, Lokalausgabe Lübbecke, Nr. 100/2008

Ortspfarrer Friedrich-Wilhelm Beckmann (r.) begrüßt den katholischen Altbischof Dr. Josef Homeyer.

Ankunft vor St. Ulricus: Ortspfarrer Friedrich-Wilhelm Beckmann der evangelischen Gemeinde Börninghausen (rechts) begrüßt den katholischen Altbischof Dr. Josef Homeyer aus Hildesheim (links) zur feierlichen Dankandacht. FOTOS: TYLER LARKIN

Zum Abschluss ökumenisch
Katholischer Altbischof zu Gast bei Dankandacht in St. Ulricus
VON TYLER LARKIN


Pr. Oldendorf-Börninghausen. Als sich der Himmel über Börninghausen schon rot einfärbt, stehen immer noch Trauben von Menschen vor der Kirche. Auch zur abschließenden Dankandacht anlässlich der feierlichen Wiedereröffnung von St. Ulricus füllt sich das Kirchenschiff im Nu.

Ehrengast: Altbischof Dr. Josef Homeyer auf dem Weg zur abendlichen Dankandacht.Eigens für diese abendliche Zusammenkunft war Altbischof Dr. Josef Homeyer aus Hildesheim mit Chauffeur angereist. Ihm ist die Örtlichkeit bekannt, denn schon vor genau 20 Jahren nahm er an einem ökumenischen Treffen in Börninghausen teil. Der aus Harsewinkel stammende Homeyer wurde im August 1983 von Papst Johannes Paul II zum Bischof von Hildesheim ernannt. Im Februar diesen Jahres feierte er sein goldenes Priesterjubiläum in der St. Lucia Kirche in Harsewinkel.

Altbischof Homeyer ist Mitverfasser der ordnungspolitischen Denkschriften der Kirchen zur Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft. Auch in seiner Predigt zur Dankandacht ging er auf die gesellschaftlichen Probleme insbesondere in Europa ein.

„Auch in diesen Zeiten der Säkularisierung kann Politik und Religion nicht völlig voneinander getrennt werden“, so Homeyer. „Die Bergpredigt hält Europa zusammen – was denn sonst“.

Am Ende der Dankandacht ist es draußen fast schon dunkel und Ortspfarrer Friedrich-Wilhelm Beckmann glücklich. Schon den ganzenTag über wich das Lächeln nicht aus seinem Gesicht. Nur am Beginn des Festgottesdienstes war ihm die Anspannung deutlich anzusehen.

Viel Zeit zum Durchatmen hat Pfarrer Beckmann nicht, denn der Terminkalender seiner Kirchengemeinde ist für diese Woche schon prall gefüllt. Nach der heutigen Probe der Konfirmanden steht am Donnerstag der Festgottesdienst zu Christi Himmelfahrt an, gefolgt von einer Trauung am Freitag und der sonntäglichen Konfirmation mit besonderer Kirchenmusik.

„Ich freue mich wie ein kleines Kind auf die Arbeit in der Kirche“, sagt Pfarrer Beckmann.“