Presseartikel  
29. April 2009 - Neue Westfälische, Lokalausgabe Lübbecke, Nr. 99/2009

Paukenklänge zum Doppeljubiläum
Ortspfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann feiert 35 Jahre Ordination / Festliche Ausgestaltung des Gottesdienstes und viele Grußworte


Pr. Oldendorf - Börninghausen (nw). Mit festlichem Glockengeläut und Intraden der Turmbläser wurden die Besucher des Festgottesdienstes in der St.-Ulricus-Kirche begrüßt. Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann konnte ein seltenes Doppeljubiläum begehen: 35 Jahre Ordination und 35 Jahre Ortsjubiläum in Börninghausen.

Mathias Johannmeier (Sologesang und Orgel) sowie Henrik Menzel mit dem Posaunenchor und Pauken gaben dem Gottesdienst eine hochfestliche Ausgestaltung. Elf Lektoren und vierzehn Geistliche aus beiden großen Kirchen geleiteten den Jubilar in das Gotteshaus. Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann ging, in seiner Predigt vom alten Sonntagsnamen „Misericordias Domini“ – die Güte des Herrn“ aus und dankte Gott für seine unermessliche Güte in den 35 Jahren im Eggetal. Allen Mitarbeitern dankte er für „alle Treue, Unterstützung und Weggemeinschaft“.

Wie vor 35 Jahren bei der Ordination in seiner Heimatkirche St. Petri in Versmold war die Lesung aus dem 2. Timotheusbrief 4, 1 – 5, wo der Auftrag dem Pastors beschrieben wird mit den Worten: „Verkünde das Wort, tritt dafür ein, ob man es hören will oder nicht: Weise zurecht, tadle, ermahne, in unermüdlicher und geduldiger Belehrung!“ In der Kirche gehe es um die Wahrheit. „Wer zur Quelle kommen will, muss dem Strom entgegen schwimmen. Gehet ein durch die enge Pforte – hat unser Herr gesagt!“

Beckmann verwies auch auf das Evangelium von den Emmaus-Jüngern, die den Herrn am Brotbrechen erkannt hätten und unterstrich die Bedeutung des heiligen Abendmahls, das in Börninghausen an jedem Sonn- und Feiertag begangen wird. Als Aufgabe des Pastors, die er in der Ordination übernommen habe, formulierte Pfarrer Beckmann „die Herrlichkeit Gottes in Jesus Christus schauen zu lernen und schauen zu lehren“.

Bei der anschließenden Nachfeier im Albert-Schweitzer-Haus mit einer großen Kaffeetafel wurden auch Grußworte gesprochen. Für das Presbyterium dankte die Börninghauser Kirchmeisterin Waltraut Ewert Pfarrer Beckmann für seinen vorbildlichen Dienst in all den Jahrzehnten und stellte besonders seine stets fundierten Predigten heraus.

Für die ev. Amtsbrüder sprach Pfarrer Christian Rasch aus Herringhausen. Er bezeichnete sich sogar als „Beckmann-Schüler“ und hob die liturgische Qualität in St. Ulricus hervor. Dechant Wolfgang Brinkmann aus Espelkamp dankte Beckmann für seine unermüdlichen ökumenischen Impulse. Reinhard Finke als Vorsitzender des Kirchbauvereins sprach Beckmann Verdienste um die Erhaltung der St.-Ulricus-Kirche an und dankte ihm für seinen Einsatz für die Renovierung. In Pfarrer Beckmanns Amtszeit seien auch sechs Glocken gegossen worden. Für den Arbeitskreis „Plattdeutsch in der Kirche“ dankte Hanna Schreyer aus Blasheim für Beckmanns Einsatz für die alte Sprache der Heimat.