Presseartikel  
27./28. Februar 2010 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 49/2010

Kirchbauverein braucht Geld für die Empore
Mitglieder und Sponsoren gesucht - Nordseite der Außenanlage wird in Angriff genommen
Von Cornelia Müller

Börninghausen (WB). Die Kirchturmuhr zeigt immer dieselbe Zeit - kurz vor halb zwölf. Die Uhr steht, und das seit langem. »So sieht man wenigstens schon von weitem, dass uns das Geld fehlt«, erklärt Elke Stiebitz, Schatzmeisterin des Börninghauser Kirchbauvereins, mit einer Prise Galgenhumor.

 
Mit Geld vom Kirchbauverein hat die Börninghauser St.-Ulricus-Kirche im vergangenen Jahr einen neuen Anstrich erhalten. Die Außenanlagen an der Südseite wurden ebenfalls fertiggestellt. Jetzt soll auch noch die Empore folgen, doch dazu fehlen noch die Gelder. Bild links: Mit Geld vom Kirchbauverein hat die Börninghauser St.-Ulricus-Kirche im vergangenen Jahr einen neuen Anstrich erhalten. Die Außenanlagen an der Südseite wurden ebenfalls fertig gestellt. Jetzt soll auch noch die Empore folgen, doch dazu fehlen noch die Gelder. (Foto: Müller)

Das Fazit, das der Vorstand des Vereins zur Erhaltung der St.-Ulricus-Kirche Börninghausen bei der Hauptversammlung zog, fiel aufgrund der Geldnot nicht nur positiv aus. Einerseits könne man stolz auf das bisher Erreichte sein: »Ich finde, was sich seit der Vereinsgründung vor fünf Jahren getan hat, ist schon bewundernswert«, sagte der Vorsitzende Reinhard Finke. Wer die frisch gestrichene St.-Ulricus-Kirche heute sieht, kann sich tatsächlich kaum noch vorstellen, dass es vor nicht allzu langer Zeit »fünf vor zwölf« war für das sanierungsbedürftige Gotteshaus.

»Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer und die finanzielle Unterstützung durch den Kirchbauverein würde jetzt ein Bauzaun um die Kirche stehen«, konstatierte Finke und fügte hinzu: »Ich habe allerdings den Eindruck, seit die Kirche wieder geöffnet ist, geht alles etwas langsamer.« Aber noch sei die Renovierung nicht abgeschlossen, die Aufgabenliste sei immer noch lang. »Wenn alles gut geht, soll 2010 auch die Nordseite der Außenanlagen fertig gestellt werden, und vor allem drückt uns, dass die Empore noch eingebaut werden muss. Aber im Augenblick fehlt einfach das Geld dazu, und wenn wir kein Geld haben, können wir's nicht machen.«

50 000 Euro werde allein der Einbau der Empore voraussichtlich kosten. Aufgebracht seien davon bisher 13 500 Euro. Ohne den Kirchbauverein und die Eigeninitiative der Eggetaler sei an eine Lösung dieser Aufgabe gar nicht zu denken, zumal mit Zuschüssen durch die Stadt Preußisch Oldendorf und den Kirchenkreis in absehbarer Zeit nicht zu rechnen sei.

»Wir müssen jetzt am Ball bleiben«, appellierte auch Schatzmeisterin Elke Stiebitz an die Versammlung. Der Verein erwirtschaftet den größten Teil seiner Mittel aus den Beiträgen seiner aktuell 495 Mitglieder, weshalb der Vorsitzende Finke dazu aufforderte, weiter für den Verein zu werben: »Wir brauchen Sponsoren und neue Mitglieder.«

 
Der Vorstand des Kirchbauvereins blickt zuversichtlich in die Zukunft: (vorne von links) Vorsitzender Reinhard Finke, Stellvertrterin Maritta von Haugwitz, Schatzmeisterin Elke Stiebitz, (stehend von links) Geschäftsführer Klaus Pfannenschmidt, zweiter Schatzmeister Kurt Vieselmeier.Bild links: Der Vorstand des Kirchbauvereins blickt zuversichtlich in die Zukunft: (vorne von links) Vorsitzender Reinhard Finke, Stellvertrterin Maritta von Haugwitz, Schatzmeisterin Elke Stiebitz, (stehend von links) Geschäftsführer Klaus Pfannenschmidt, zweiter Schatzmeister Kurt Vieselmeier.
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