Presseartikel  
21./22. August 2010 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 194/2010

Die Glocken laden ein
In Börninghauser St.-Ulricus-Kirche werden Läutesitten gepflegt

Börninghausen (WB). »Der Glockenklang, der an unser Ohr dringt, ist immer wieder Einladung zur Einkehr und Besinnung«, sagt Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann in Bezug auf die alten Läutesitten, die in seiner Gemeinde bewahrt werden. Die fünf Bronzeglocken der St.-Ulricus-Kirche in Börninghausen läuten von Montag bis Freitag und laden zum Gottesdienst und zum Gebet. Beginnend um 19 Uhr am Montag, erklingen die Lob- und Dankglocke sowie die Ewigkeitsglocke. Weltweit symbolisieren sie Dank für neugeborene Kinder und Gedenken an Verstorbene. Die ökumenische Erlöser- und Friedensglocke läutet jeden Mittwoch um 18 Uhr und erinnert das ganze Jahr über an Aschermittwoch.

Am Donnerstagabend um 21 Uhr läutet die Sakramentsglocke, auch das Läuten zur Todesangst Christi genannt, und ruft den Menschen den Gründonnerstag in Erinnerung. Mit der großen Herrenglocke wird am Freitag um 15 Uhr an Karfreitag, an die Todesstunde Jesu, erinnert. Wer dem Glockenklang Gehör schenken möchte, kann sich zu gegebenen Zeiten an der St.-Ulricus- Kirche, An der Kirche 11 in Börninghausen, einfinden.

Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann zeigt die größte der Bronzeglocken. Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann zeigt die größte der Bronzeglocken. Sie wiegt 842 Kilogramm. Die Inschrift besagt unter anderem, dass »der Mensch in der Mitte der Schöpfung steht«. Foto: Archiv-Bild