Presseartikel  
02./03. März 2013 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 52/2013

Wichtige Aufgaben für den Verein
Nach der Renovierung der St.-Ulricus-Kirche stehen Konzerte und die Instandsetzung der Orgel an
Von Cornelia Müller


Vorstand des Kirchbauvereins mit Pfarrerin Hilke Vollert
Sie wollen sich auch zukünftig für die St.-Ulricus-Kirche und ihre Belange in Börninghausen stark machen und haben in den kommenden Jahren noch viel vor: (von links) Kurt Vieselmeier (stellvertretender Schatzmeister), Pfarrerin Hilke Vollert, Maritta von Haugwitz (Zweite Vorsitzende), Reinhard Finke (Erster Vorsitzender) und Klaus Pfannenschmidt (Geschäftsführer). Foto: Cornelia Müller

Börninghausen (WB). Was ist für den Kirchbauverein Börninghausen das wichtigste Ereignis 2012 gewesen? Der Vorsitzende Reinhard Finke muss nicht lange überlegen: die Einweihung der Westempore. Und auch, wenn mit der abgeschlossenen Restaurierung eigentlich das Hauptanliegen des Vereins erledigt sei, so gebe es noch viele weitere Aufgaben, denen sich der Kirchbauverein stellen wolle.

»Sie ist drin!« Mit dieser Schlagzeile der LÜBBECKER KREISZEITUNG vom 21. August 2012 eröffnete Finke bei der Jahreshauptversammlung des »Vereins zur Erhaltung der St.-Ulricus-Kirche« seinen Rechenschaftsbericht bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Donnerstag. »Die Empore bietet jetzt 40 Plätze, die vor allem von den Chören genutzt werden. Möglich war der Einbau nur durch viele Spenden und die Beiträge unserer Mitglieder und schließlich durch einen Zuschuss des Kirchenkreises - sonst hätten wir das nicht geschafft.«

Insgesamt 14 770 Euro habe der Kirchbauverein allein im vergangenen Jahr für Restaurierungsaufwendungen zur Verfügung gestellt, darunter auch 6290 Euro zur Schuldentilgung für einen Kredit beim Kirchenkreis. Finke betonte, dass die Tilgung des Kredites eine vom Kirchbauverein freiwillig übernommene Leistung darstelle: »Rechtlich sind wir dazu nicht verpflichtet. Die Tilgung obliegt der Kirchengemeinde, nicht dem Verein.«

Aber nicht nur, was den Schuldendienst angehe, sei der Kirchbauverein für die Kirchengemeinde Börninghausen wichtig: »Dass mit dem Einbau der Empore die Restaurierung der St.-Ulricus-Kirche vorläufig abgeschlossen ist, heißt nicht, dass der Verein überflüssig geworden ist«, stellte der Vorsitzende Reinhard Finke nachdrücklich fest. Er betonte, dass möglichst bald die Restaurierung der Orgel angegangen werden müsse. Pfarrerin Hilke Vollert informierte darüber, dass bereits in der kommenden Woche ein Besuch des Sachverständigen Dr. Tacke geplant sei, um sich ein genaues Bild vom Zustand der Orgel zu machen. Weitere Maßnahmen, die der Kirchbauverein unterstützen will, sind die Ergänzung der Beleuchtung im Bereich der Empore und der Einbau von Podesten sowie die Anbringung von Spendertafeln.

Abschließend ging Finke noch auf die aktuellen Mitgliederzahlen ein. Mit 429 Mitgliedern sei der Kirchbauverein immer noch der zweitgrößte Verein im Eggetal (nach dem Sportverein). Aber: »Wir haben seit unserer Gründung 130 Mitglieder verloren. Allein im letzten Jahr haben wir durch Austritte 550 Euro weniger an Mitgliedsbeiträgen eingenommen - Geld, das dem Verein und damit unserer St.-Ulricus-Kirche fehlt. Ich kann nur immer wieder sagen: Bleibt dem Verein treu.«

Um für die St.-Ulricus-Kirche und den Verein zu werben, veranstaltet der Kirchbauverein mehrfach im Jahr Konzerte. Für 2013 seien die Planungen weitgehend abgeschlossen, sagte die stellvertretende Vorsitzende Maritta von Haugwitz. Am dritten Adventssonntag würden wieder die »Netten Letten« in der St.-Ulricus-Kirche auftreten, für Ende September sei ein Konzert des Posaunenchors mit dem Gospelchor »Lunedi sera« geplant. Zunächst einmal freue sich der Verein aber über das Gastspiel der Don Kosaken am 8. März: »Wir haben jetzt schon 140 Eintrittskarten verkauft und können höchstens noch weitere 60 Plätze anbieten.« Besonders erfreulich sei, dass die St.-Ulricus-Kirche sich bereits einen guten Ruf als Konzertkirche erworben habe. »Inzwischen treten die Musiker an uns heran, weil sie gern hier auftreten würden. Unter anderem gibt es eine Anfrage von Mitgliedern des Gewandhausorchesters Leipzig.« Das seien zwar bisher noch »ungelegte Eier« - aber vielleicht wird das ja was.