Presseartikel  
24. Februar 2005 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 46/2005

Die Kirche im Dorf erhalten
Kirchbauverein soll Montag ins Leben gerufen werden


Börninghausen (WB). Die St. Ulricus-Kirche in Börninghausen muss dringend restauriert werden, doch es fehlt an allen Ecken und Enden an Geld. Die Arbeiten zur statischen Sicherung der Gewölbe haben im vergangenen November begonnen. Damit wird zunächst die Einsturzgefahr gebannt. Aber es steht noch eine Vielzahl anderer Arbeiten an. »Es ist eine Tragik, dass die Kassen bei Kirche und Staat so gut wie leer sind«, klagt Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann.

Nachdem im Dezember erste dringend notwendige Arbeiten erledigt wurden, ist die St. Ulricus-Kirche noch immer eingerüstet. Foto: H. Griepenstroh Um die historische Kirche, die ein hohes kulturhistorisches Kleinod und die Stätte der Ökumene ist, dennoch retten zu können, soll ein Kirchbauverein gegründet werden. Die Gründungsversammlung ist für Montag, 28. Februar, 19.30 Uhr, im Albert-Schweitzer-Haus in Börninghausen terminiert. Es gibt an diesem Abend umfassende Informationen zu den bereits durchgeführten und den noch ausstehenden Arbeiten. In der Versammlung wird auch der leitende Architekt Dipl-Ing. Bernhard Brüggemann aus Braunschweig anwesend sein, der grundlegende Informationen zu den weiteren noch anstehenden Sanierungsarbeiten an der Kirche geben wird.

Von einer Arbeitsgruppe ist inzwischen eine Satzung für den »Verein zur Erhaltung der St. Ulricus-Kirche in Börninghausen« vorbereitet worden, die von der Gründungsversammlung zu beschließen ist. Außerdem muss an diesem Abend ein Vorstand gewählt werden. Es ist ein Mitgliedsbeitrag von zwölf Euro pro Jahr im Gespräch.

»Mitglied im Kirchbauverein kann jeder werden, unabhängig von Wohnort und Konfession«, so Pfarrer Beckmann. »Es kommt auf jeden Einzelnen an, damit wir möglichst viele Mitglieder gewinnen«, so der engagierte Pfarrer, der dazu aufruft, die Geschicke der St. Ulricus-Kirche in die richtige Richtung zu lenken, um dieses historisch wertvolle Kleinod vor dem Verfall zu retten. Für die Errichtung der Börninghauser Friedhofskapelle 1967 hätten Kommunalgemeinde und Kirchengemeinde vorbildlich zusammen gearbeitet, so Pfarrer Beckmann. Ähnlich gelte es auch jetzt, alle guten Kräfte des Eggetales zu bündeln, damit die wertvolle alte Kirche auch unseren Nachkommen erhalten bleibe.