Presseartikel  

11./12. März 2006 - Wittlager Kreisblatt, Lokalausgabe der "Neue Osnabrücker Zeitung" Nr. 60/2006

"Die Statik ist für eine sehr lange Zeit gesichert"
Sanierung der St.-Ulricus-Kirche - Bald neuer Fußboden

Büscherheide / Börninghausen (sl)
Die Sanierung der mittelalterlichen St.-Ulricus-Kirche hat entscheidende Fortschritte gemacht. Nach der Sanierung der Gewölbe ist jetzt auch die Sanierung des Turmes abgeschlossen. "Die Statik ist für eine sehr lange Zeit gesichert", freut sich Uwe Ramsberg, Vorsitzender des Börninghauser Kirchbauvereins. Positiv entwickelt hat sich die Zahl der Vereinsmitglieder.


BLICK IN DIE St.-Ulricus-Kirche. Gewölbe und Turm sind inzwischen saniert.
Nach der Sanierung der Gewölbe ist jetzt auch an der Statik des Turmes gearbeitet worden. Diese Maßnahme sei inzwischen beendet, betonte Ramsberg. Die Turmsanierung kostete nach Angaben Ramsbergs 65000 Euro. Hilfe leisteten dabei mit jeweils 20000 Euro die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Stiftung "Kiba", eine Stiftung, die Geld für den Erhalt kirchlicher Bauten zur Verfügung stellt. Weitere 10000 Euro stellte die Detmolder Bezirksregierung aus Mitteln des Denkmalschutzes bereit. Zunächst waren aus Detmold 20000 Euro angedacht worden, aber die Summe sei leider nicht in dieser Höhe geflossen, sagte Ramsberg. Der Kirchbauverein stellte aus seinen Mitteln 10000 Euro zur Verfügung und auch die Stadt Pr. Oldendorf gab einen Zuschuss für die Sanierung der Statik von Gewölbe und Turm.

DIE RISSE WERDEN zunächst gesichert.Derzeit wird in dem Börninghauser Gotteshaus der Fußboden herausgenommen, und dabei engagieren sich nach Angaben Ramsbergs auch zahlreiche freiwillige Helfer. Diese Eigenleistung würden die Mitglieder erbringen, solange dass möglich sei. Kosten für Material wolle der Kirchbauverein übernehmen. Geplant ist, den Fußboden um rund 40 Zentimeter abzusenken. Der Verein hoffe, dass die Maßnahme in diesem Jahr abgeschlossen werden kann. Ob das allerdings gelingt, ist noch nicht ganz klar. Anfang März wollen Vertreter des Landeskirchenamtes und der leitende Architekt Bernd Brüggemann (Braunschweig) darüber beraten, welches Heizungssystem die Ulricus-Kirche erhalten wird. "Wir können mit den Arbeiten am Fußboden nicht eher beginnen, bis wir wissen, welche Heizung kommt", betonte Ramsberg. Danach richte sich ja auch der Unterbau des Bodens.

Mehr als zufrieden sind Ramsberg und Pfarrer Friedrich Wilhelm Beckmann mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen des vor einem Jahr gegründeten Kirchbauvereins. Derzeit gehören dem Verein 431 Mitglieder an. "Inzwischen sind wir so weit, dass der überwiegende Teil aus dem Ort stammt." Das Werben für den Verein habe sich gelohnt. Gespendet worden sind im vergangenen Jahr für die Kirchensanierung 7920 Euro. "Das ist deutlich mehr, als wir erwartet hatten. An diese Höhe hatten wir im Traum nicht gedacht." Hinzu kommen die Mitgliedsbeiträge. Unter dem Strich hat der Verein im vergangenen Jahr 24149 Euro eingenommen.