Presseartikel  
22. Februar 2007 - Lübbecker Kreiszeitung, Lokalausgabe des "Westfalen-Blatt", Nr. 45/2007


Gottesdienst in St. Ulricus zum Jahresende
Kirchbauverein ist zuversichtlich

Börninghausen (cm). Begründeter Optimismus bei der Jahreshauptversammlung des Vereins zur Erhaltung der St. Ulricus-Kirche Börninghausen: »Wir sind unserem Ziel, der Wiederherstellung der St. Ulricus-Kirche, ein gutes Stück näher gekommen. Ich bin zuversichtlich, dass wir Ende des Jahres wieder gemeinsam Gottesdienst in unserer Kirche feiern werden«, erklärte der Vorsitzende Uwe Ramsberg.

Noch ist die St. Ulricus-Kriche in Börninghausen eine Baustelle, doch im Kirchbauverein herrscht Zuversicht, dass noch in diesem Jahr dort wieder Gottesdienst gefeiert werden kann.

Laut Schatzmeisterin Elke Stiebitz verfügt der Verein derzeit über ein Gesamtvermögen von 31 519,68 Euro , gut 10 000 Euro davon aus Mitgliedsbeiträgen, die auch 2007 wieder erwartet werden, so dass der Kirchbauverein in diesem Jahr mit etwa 40 000 Euro wirtschaften kann.

Der geplante nächste Bauabschnitt bei der Sanierung der St. Ulricus-Kirche (Fußboden, Warmluftheizung) ist mit etwa 270 000 Euro veranschlagt, von denen 80 000 Euro durch Zusagen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Stiftung KIBA abgedeckt werden können. 50 000 Euro stellt die »Carina«-Stiftung Herford zur Verfügung, außerdem hat die Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises ein Darlehen in Aussicht gestellt, so dass die Finanzierung dieses Bauabschnittes gesichert sei, erklärte Uwe Ramsberg. Nach Vorlage des Berichts der Kassenprüfer wurde dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt, Hartmann Wünsch übernahm das Amt des ersten Kassenprüfers und löste damit Renate Finke ab, Lina Köster wurde zur neuen zweiten Kassenprüferin gewählt.

Links im Bild Klaus Pfannenschmidt (Geschäftsführer), Uwe Ramsberg (Vorsitzender), Elke Stiebitz (Schatzmeisterin), Kurt Vieselmeier (stellv. Schatzmeister) und Beisitzer Dieter Besserer (v.l.). Foto: Corneila MüllerIn seinem Rückblick auf das vergangene Jahr nahm Ramsberg auf die archäologischen Grabungen Bezug, die im November 2006 abgeschlossen wurden. Obwohl deren Ergebnisse im einzelnen noch längst nicht ausgewertet seien, stehe jetzt schon fest, dass sich ganz neue Erkenntnisse zur Entstehung der Kirche ergeben hätten. Dies hob auch Stadtheimatpfleger Dieter Besserer noch einmal ausdrücklich hervor.

Ramsberg berichtete über den Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses, alle Einrichtungsgegenstände der Kirche unter Denkmalschutz zu stellen. Bänke und Empore würden wieder wie vor der Renovierung in die Kirche eingebaut, möglichst viele Sitzplätze sollten erhalten bleiben, lediglich durch das Vorziehen der Kanzel an die Südseite des Kirchenschiffs (dort hat sie im 19. Jahrhundert gestanden) fielen einige Plätze weg.

Das Niveau des neuen Fußbodens werde 42 Zentimeter unter dem alten Boden liegen. Geplant sei ein Boden aus hellem Sandstein, der Verlauf der in der Kirche gefundenen Tauffundamente solle durch spezielle Pflasterung dargestellt werden. Wenn möglich, solle wenigstens im Eingangsbereich das Gelände um die Kirche abgesenkt werden, damit die Kirche zu ebener Erde betreten werden könne. Eine komplette äußere Absenkung der Kirche komme aber auch aus Denkmalschutzgründen nicht in Frage. Dieter Besserer führte dazu aus: »Ein mit Grabsteinen erhaltener Friedhof um die Kirche herum ist etwas ganz Außergewöhnliches.«

Zur Bepflanzung des Außengeländes gebe es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine konkreten Pläne. Ramsberg: »Was brennt, ist, dass der Weg zur Kirche fertig wird und dass wir dort wieder Gottesdienst feiern können.« Dass dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt sei, sei dem unermüdlichen Einsatz der Mitglieder des Kirchbauvereins und Pastor Beckmann zu verdanken.