| Was bedeutet eigentlich FAQ?
Das werden sich viele Besucher dieser Seite fragen.
FAQ ist eine englische Abkürzung und bedeutet
Frequently Asked
Questions, also auf Deutsch soviel wie Häufig gestellte Fragen. Wir glauben,
dass viele Eggetaler nur unzureichend oder falsch über die Notwendig der Renovierung unserer Kirche
informiert sind oder nur einfach Fragen zu den Baumaßnahmen, zum Kirchbauverein oder zur Geschichte
der Börninghauser Kirche haben. Auch andere Besucher unserer Website werden evtl. ebenfalls Fragen haben.
Wir möchten deshalb auf dieser Seite einige FAQ beantworten. Falls Sie noch weitere Fragen
haben, so schicken Sie uns eine E-Mail oder rufen ein Vorstandsmitglied an.
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Welche Schäden sind an der
Kirche festgestellt worden und wodurch sind sie entstanden? Antwort:
Hauptschäden sind Risse im Gewölbe und damit verbunden ein
bedrohliches Absacken der Gewölbe von 1463. Außerdem sind die Schäden
besonders stark am Gewölbe, das sich an dem Turm im Westen anschließt,
da der Turm bereits früher erbaut wurde. Ferner wurden bei einer
früheren Renovierung vorsichtshalber Zementschalen über den Gewölben
angebracht, die aber in ihrer Konsistenz nicht zu der
Mörtelzusammensetzung von damals passten. Ein Kirchengewölbe muss
porös sein und „atmen“ können. Wegen dieser unsachgemäßen Behandlung
der Gewölbe kam es 2002 zu Schimmelbildung in der Orgel. Damals wurde
eine Lochbohrung im Chorgewölbe im Osten angeordnet, was auch Abhilfe
schaffte. Der älteste Teil der Kirche ist der Chorraum im Osten, der
später mit dem Turm im Westen durch das Kirchenschiff verbunden wurde.
Ursprünglich befand sich im Schiff der Kirche eine flache Holzdecke.
Erst später hat man den Gepflogenheiten der damaligen Zeit folgend,
die Gewölbe eingezogen, aber die Kirchenaußenwände waren in ihrer
Statik dafür eigentlich zu schwach, so dass man dann mit der
Errichtung der Gewölbe außen an der Kirche Stützfeiler anbringen
musste. Weitere Hinweise zur Ursache der Bauschäden sind dem Gutachten
zu entnehmen, das in Auszügen auf der Seite »Baumaßnahmen« zu finden
ist. |
Ich zahle seit
vielen Jahren Kirchensteuer! Warum wird die Renovierung
nicht aus Kirchsteuermitteln bezahlt? Antwort: Die
Kirchensteuern reichen bei weitem nicht, da nach geltendem Recht nur
etwa ein Drittel der Kirchenmitglieder Kirchensteuern zahlen muss.
Außerdem wirken sich die schlechte wirtschaftliche Lage wie auch
Arbeitslosigkeit negativ auf die Kirchensteuerentwicklung aus. Zu
einer ordnungsgemäßen Haushaltsführung gehört die Bildung von
Rücklagen für solche unvorhergesehenen Großmaßnahmen wie
Kirchenrenovierung. Die Finanzpolitik der Kirche geht leider seit
Jahren in eine andere Richtung und weist Kirchengemeinden mit einer
historischen Kirche wie Börninghausen nicht genügend Mittel zu für die
Bildung von Rücklagen. |
Beteiligt
sich der Kirchenkreis Lübbecke oder andere kirchliche Stellen an
den Kosten der Renovierung. Antwort: Die
Finanzgemeinschaft des Kirchenkreises Lübbecke, wozu auch
Börninghausen gehört, hat eine einmalige finanzielle Zuwendung in Höhe
von 46.250,00 Euro für die Renovierung gewährt und zwar als Beihilfe
zur allernotwendigsten Maßnahme der Gewölbesanierung, um
Einsturzgefahr abzuwehren. Der Kreissynodalvorstand hat dem
Presbyterium Börninghausen mitgeteilt, dass zu keiner Zeit mit
weiteren finanziellen Mitteln des Kirchenkreises für unsere
Renovierung zu rechnen sei, da dafür keine Gelder zur Verfügung
ständen. Auch das Landeskirchenamt in Bielefeld beteiligt sich zu
keiner Zeit an Renovierungskosten, da die Mittel dafür fehlen. Das
Landeskirchliche Baureferat in Bielefeld ist uns dankenswerter weise
sehr gewogen und unterstützt uns bei Antragstellungen zu jeder Zeit. |
Warum
soll die Kirche überhaupt renoviert werden? Antwort:
Das Landeskirchliche Baureferat in Bielefeld hat im September 2001
Herrn Dipl.-Ing. Bernhard Brüggemann aus Braunschweig mit einer
Gutachtlichen Stellungnahme zur Ermittlung der Bauschäden an der
St.-Ulricus-Kirche Börninghausen beauftragt. Aus dem Gutachten vom
April 2002 geht hervor, dass dringend Handlungsbedarf an der
historischen Kirche des Eggetals besteht. Bereits im Dezember 2001
wurden Notabstützungen in der Kirche angebracht und aus
Sicherheitsgründen die Empore geschlossen. Die Notwendigkeit der
dringenden umfassenden Renovierung der St.-Ulricus-Kirche wurde
übereinstimmend gemäß dem Gutachten vom Landeskirchlichen Baureferat
in Bielefeld, vom Landesdenkmalamt in Münster sowie von der Unteren
Denkmalbehörde der Stadt Preußisch Oldendorf anerkannt. |
Rund um die
St.-Ulricus-Kirche standen wunderschöne Linden. Wer hat angeordnet,
dass diese Bäume gefällt werden und warum? Antwort: Gemäß
dem Schadenskataster des leitenden Architekten Dipl.-Ing. Brüggemann
aus Braunschweig und in Übereinstimmung mit den kirchlichen und
staatlichen Behörden wurde als erster Schritt im April 2002 die
Fällung der historischen Linden angeordnet, dem das Presbyterium sich
schweren Herzens anschließen musste. Da die Linden etwa seit den 50er
Jahren nicht mehr regelmäßig zurück geschnitten wurden, waren diese
viel zu groß geworden und entzogen dem Boden zuviel Wasser, was sich
nachteilig auf die Bodenbeschaffenheit und damit auf die
Standfestigkeit der Kirche auswirkte. Außerdem standen die Linden viel
zu nah am Kirchengebäude, so dass sie auch rein äußerlich durch
Ablagerungen dem Mauerwerk schadeten. Selbstverständlich werden
später, wenn alle Maßnahmen an der Kirche abgeschlossen sind, wieder
Anpflanzungen vorgenommen unter fachkundiger Anleitung im weiten
Abstand zum Kirchengebäude, wozu uns schon jetzt die Auflage
mitgeteilt wurde, dass jährlich ein Rückschnitt erfolgen muss. Auf
mehreren Informationsveranstaltungen im Albert-Schweitzer-Haus in
Börninghausen wurden dazu von Fachleuten Erläuterungen abgegeben. |
Es wurden neue
Kirchenglocken in den Turm gehängt. Die Schwingungen mussten
das alte Bauwerk doch zerstören!? Antwort: Auch wenn diese
Irrmeinung immer wieder zu hören ist: Die Schäden an der Börninghauser
Kirche stehen in keinem Zusammenhang mit den Schwingungen der
Kirchenglocken. Dies geht ausdrücklich aus der schriftlichen
Stellungnahme des leitenden Architekten hervor und ist schon mehrfach
in Gemeindeversammlungen erläutert worden. Die Anbringung der fünf
neuen Kirchenglocken 1994 ist auch nach Aussagen des jetzigen
leitenden Architekten Brüggemann durch den damaligen ebenfalls vom
landeskirchlichen Baureferat beauftragten Statiker Dipl.-Ing. Hans
Drücker aus Gütersloh ordnungsgemäß erfolgt. Außerdem ist diese
damalige Statik für die Aufhängung der Glocken durch das Bauamt des
Kreises Minden geprüft worden, wo keinerlei Einwendungen gemacht
wurden. In der gutachtlichen Stellungnahme über den Bauzustand der
Kirche vom April 2002 heißt es wörtlich: „Die vorhandenen Bauschäden
sind nicht auf Schwingungen der Glocken zurückzuführen.“ Dies
Gutachten kann jederzeit während der Öffnungszeiten im Gemeindebüro
der Kirchengemeinde im Albert-Schweitzer-Haus eingesehen werden. |
Ich habe eine
andere Konfession (bzw. bin aus der Kirche ausgetreten). Kann
ich trotzdem Mitglied im Kirchbauverein werden? Antwort:
Nach der geltenden Satzung des Kirchbauvereins kann jede Person
unabhängig von Konfession und Weltanschauung Mitglied im Verein
werden. Wir freuen uns über jeden und jede, der bzw. die die Erhaltung
unserer wertvollen Kirche finanziell unterstützt. |
Mir gefällt die
Kirche und ich möchte die Maßnahmen zur Erhaltung gerne unterstützen.
Kann ich Mitglied des Kirchbauvereins werden, auch wenn ich nicht im
Eggetal wohne? Antwort: Selbstverständlich kann auch jede
Person von außerhalb die Mitgliedschaft in unserem Kirchbauverein erwerben.
Unsere alte Kirche ist zwar klein, aber dennoch ein kulturhistorisches
Kleinod über die Grenzen unserer Kirchengemeinde hinaus. Daher ist es
nur zu begrüßen, wenn auch Menschen von außerhalb die Renovierung
unserer Kirche fördern. |
Was hat der
Kirchbauverein mit politischen Parteien zu tun?
Antwort: Nach der Satzung ist der Kirchbauverein eine neutrale
Vereinigung, der es in erster Linie um die Beschaffung von Finanzen
für die Renovierung der St.-Ulricus-Kirche geht. Für die Zugehörigkeit
zum Verein spielt die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei in
keiner Weise irgendeine Rolle. Jede Person, der die Erhaltung der
wertvollen Kirche des Eggetales am Herzen liegt - unabhängig von
politischer Orientierung - ist im Kirchbauverein willkommen. Der
„Verein zur Erhaltung der St.-Ulricus-Kirche Börninghausen e.V.“ ist
in jeder Beziehung überparteilich.

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